[M4 k1 v1] Preis, Erlös und Gewinn

Die Preisfunktion der Nachfrage

Ein Satz aus dem Markt wird ein Punkt im Achsenkreuz.

x in MEp in GE/ME Kostet jede ME 60 GE, kaufen alle Käufer zusammen20 ME. 60 GE 20 60 (20 | 60) Bei 40 GE sind es 30 ME. Bei 80 GE nur 10 ME. 3040 (30 | 40) 1080 (10 | 80)

Was genau sagt so ein Punkt?

x in MEp in GE/ME2060(20 | 60)3040(30 | 40)1080(10 | 80) Bei 40 GE sind es 30 ME. Bei 80 GE nur 10 ME. Kostet jede ME 60 GE, kaufen alle Käufer zusammen20 ME. Ein Preis gilt für alle ME. Eine Menge ist diealler Käufer zusammen. 60 60 60 60 60 20 ME, alle zusammen

Hinter den Punkten steht eine Regel: die Preisfunktion der Nachfrage . Sie sagt, zu welchem Preis die Käufer zusammen genau ME kaufen wollen.

x in MEp in GE/ME2060(20 | 60)3040(30 | 40)1080(10 | 80) Die Regel dahinter: pN(x) = −2x + 100. pN(x) = −2x + 100 x in MEpN(x) in GE/ME 1080 2060 3040 4020 4020(40 | 20) pN(20) = 60 ist die Höhe der Kurve bei 20, also dasy. In Aufgaben heißt es: Bei 60 GE/ME werden 20 MEnachgefragt. kaufen wollen nachgefragt = kaufen wollen Andere Bücher nennen pN die Preis-Absatz-Funktion.Absatz: die verkaufte Menge. pN = Preis-Absatz-Funktion

Jede Spalte der Tabelle ist ein Punkt des Graphen.

Warum fällt die Kurve?

Fünf Käufer wollen je 1 ME. Jeder zahlt höchstens seinen Betrag: 50, 40, 30, 20 oder 10 GE.

x in MEp in GE/ME Warum fällt die Kurve? Fünf Käufer. Jeder zahlthöchstens seinen Betrag. 50 40 30 20 10 x in MEp123451020304050 px Bei 45 GE kauft einer. Bei 35 GE zwei … 451 352 … bei 25 GE drei, bei 15 GE vier, bei 5 GE allefünf. 253 154 55

Mit vielen Käufern wird aus der Treppe eine Kurve.

x in MEp in GE/ME 5040302010px45135225315455 x in MEp123451020304050 Mit vielen Käufern wird die Treppe glatt. Je niedriger der Preis, desto mehr kaufen. Darumfällt die Kurve.

Höchstpreis und Sättigungsmenge

Die Kurve trifft beide Achsen. Beide Punkte haben einen Namen.

x in MEp in GE/MEpN(x) = −2x + 100 Oben trifft die Kurve die Preisachse. pN(0) = −2·0+ 100 = 100. pN(0) = −2 · □ + 100 0 = 100 Höchstpreis 100 GE/ME Hier kauft niemand mehr. Bei 98 GE/ME kauft manschon 1 ME. pN(1) = 98 Unten trifft sie die Mengenachse: pN(x) = 0. −2x + 100 = 0 −2x = 100 − x = 50 SättigungsmengexS = 50 ME So viel nehmen die Käufer, wenn die Ware nichtskostet. Mehr nicht einmal geschenkt. 0 GE50 ME Die Kapazitätsgrenze beim Angebot ist etwasanderes: eine Grenze des Anbieters. (kommt beimAngebot) Die Formel rechnet weiter. Bei x = −5: 110. Bei x =60: −20. −5 ME? Preis −20 GE/ME? Im Markt gibt es das nicht. Die Nachfrage lebt nurdazwischen: Dök = [0; 50]. Dök = [0; 50]

Höchstpreis: 100 GE/ME. Zu diesem Preis kauft niemand mehr.

Sättigungsmenge: ME. Mehr lässt sich nicht einmal verschenken. Der ökonomische Definitionsbereich ist .

Die Menge zu einem gegebenen Preis

macht aus einer Menge einen Preis. Jetzt ist der Preis gegeben.

x in MEp in GE/MEpN(x) = −2x + 100Höchstpreis 100 GE/MESättigungsmengexS = 50 MEDök = [0; 50] 1080(10 | 80)3040(30 | 40)4020(40 | 20) (20 | 60) Neue Frage: Wie viel wird bei 80 GE/ME gekauft? 80 ? Der Preis ist gegeben. Also: pN(x) = 80 lösen. −2x + 100 = 80 −2x = −20 x = 10 Bei 80 GE/ME werden 10 ME gekauft. Preis von 60 auf 80: Menge von 20 auf 10. DieFormel bleibt. Nur der Punkt wandert. 2060 1570 1080 Menge gegeben: einsetzen. Preis gegeben: pN(x) =Preis lösen. xpeinsetzenMenge rein xpgleichsetzenPreis rein

Merken: Menge gegeben, dann einsetzen. Preis gegeben, dann lösen.

Jetzt du.

x in MEp in GE/MEpN(x) = −2x + 10040?
Jetzt ihr
a) Wie viel wird bei 40 GE/ME gekauft?
Lösung
, also 30 ME

Die Steigung: eine ME mehr

Was heißt die Steigung im Markt?

x in MEp in GE/MEpN(x) = −2x + 100 x in MEp in GE/ME181920212223245054586266 Eine ME mehr: pN(20) = 60, pN(21) = 58. +1 ME −2 GE/ME Damit sie 21 statt 20 ME kaufen, muss der Preis um2 GE/ME sinken. Der Preis 58 gilt für alle 21 ME. 21 ME je 60 GE je 58 GE Die −2 ist das m der Geraden: pN'(x) = −2. pN(x) = x + 100 −2 pN'(x) = −2 Das kennt ihr von den Kosten. K'(x): Kostenänderungfür eine ME mehr. aus dem Kapitel Kosten:K'(x) ≈ Änderung der Kostenfür eine ME mehr, in GE pN'(x) ≈ Änderung des Preisesfür eine ME mehr, in GE/ME

Merken: ist ungefähr die Preisänderung für eine ME mehr, in GE/ME.

Eine Parabel als Nachfrage

Die Handgriffe bleiben dieselben, auch wenn die Kurve gebogen ist.

x in MEp in GE/ME x in MEp in GE/ME Die Nachfrage kann auch gebogen sein:pN(x) = −0,5x² + 50. die drei Handgriffe pN(x) = −0,5x² + 50 Höchstpreis: pN(0) = 50. Höchstpreis 50 GE/ME Höchstpreis: pN(0) Sättigungsmenge: −0,5x² + 50 = 0. −0,5x² = −50 x² = 100 x = −10 x = 10 Wurzel ziehen:zwei Lösungen −10 ME gibt es nicht. Sättigungsmenge 10 ME,Dök = [0; 10]. Dök = [0; 10] Sättigungsmenge: pN(x) = 0, nur Lösung in Dök Menge bei 42 GE/ME: −0,5x² + 50 = 42. 42 ? −0,5x² = −8 x² = 16 x = −4 x = 4 Bei 42 GE/ME werden 4 ME gekauft. Preis gegeben: pN(x) = Preis, nur Lösung in Dök

Nur die Lösung in gilt.

Beispiele: die Nachfragekurve lesen

Immer dieselben drei Handgriffe: , , .

A)

HandgriffRechnungErgebnis
Höchstpreis60 GE/ME
Sättigungsmenge15 ME,
bei 40 GE/ME5 ME

B)

HandgriffRechnungErgebnis
Höchstpreis40 GE/ME
Sättigungsmenge80 ME,
bei 30 GE/ME20 ME

C)

HandgriffRechnungErgebnis
Höchstpreis200 GE/ME
Sättigungsmenge, oder ~~~~10 ME,
bei 128 GE/ME, oder ~~~~6 ME

Eine Lösung kann auch hinter der Sättigungsmenge liegen.

x in MEp in GE/ME210183250pN(x) = 0,5x² − 10x + 50 Eine Lösung kann auch hinter der Sättigungsmengeliegen. Dök = [0; 10] Bei 32 GE/ME: x = 2 oder x = 18. 18 liegt hinter xS = 10: gestrichen. 18 > 10

D)

HandgriffRechnungErgebnis
Höchstpreis96 GE/ME
Sättigungsmenge: oder ~~~~8 ME,
bei 84 GE/ME: oder ~~~~2 ME

E)

HandgriffRechnungErgebnis
Höchstpreis50 GE/ME
Sättigungsmenge10 ME,
bei 32 GE/ME: oder ~~~~ ()2 ME

F)

HandgriffRechnungErgebnis
Höchstpreis100 GE/ME
Sättigungsmenge, 10 ME,
bei 87,5 GE/ME, 5 ME

Die Kurven von C, D und E im Bild:

x in MEp in GE/ME8105096200 Die Kurven der Beispiele C, D und E in einem Bild. C D E Jede endet an ihrer Sättigungsmenge: C und E bei10, D bei 8.

Übungen: die Nachfragekurve lesen

Bestimmt jeweils Höchstpreis, Sättigungsmenge und .

Jetzt ihr
a) , dazu die Menge bei 30 GE/ME.
Lösung
Höchstpreis GE/ME; , Sättigungsmenge 16 ME, ; , also 10 ME
Jetzt ihr
a) , dazu die Menge bei 24 GE/ME.
Lösung
Höchstpreis 40 GE/ME; , also oder : Sättigungsmenge 4 ME, ; , also oder : 2 ME
Jetzt ihr
a) , dazu und seine Bedeutung.
Lösung
Höchstpreis 80 GE/ME; , Sättigungsmenge 40 ME, ; , : bei 10 ME muss der Preis für eine ME mehr um etwa 3 GE/ME sinken

Eine Preisfunktion aufstellen

Aufstellen heißt: aus Angaben über Preise und Mengen den Term bauen. Jede Angabe wird eine Bedingung, wie bei der Rekonstruktion.

Kostet jede ME 60 GE, kaufen alle Käufer zusammen 20 ME.Punkt (20 | 60) Jetzt umgekehrt: Aus Sätzen wird die Kurve. Bei 20 GE/ME werden 30 ME nachgefragt. Bei 20 GE/ME werden 30 ME nachgefragt. Bei 20 GE/ME werden 30 ME nachgefragt. Bei 12 GE/ME werden 50 ME nachgefragt. Bei 12 GE/ME werden 50 ME nachgefragt. Bei 12 GE/ME werden 50 ME nachgefragt. Die Einheit zeigt die Rolle. ME: Menge x. GE/ME:Preis p. (|) (|) 30 20 50 12 Die blaue Zahl kommt immer nach vorn: (30 | 20),(50 | 12).

Aus den zwei Punkten wird die Gerade.

x in MEp in GE/ME30501220 Gerade durch zwei Punkte: erst m. (30 | 20)(50 | 12) +20 −8 m = 12 − 20 50 − 30 =−820= −0,4 Dann n: einen Punkt einsetzen. 20 = −0,4 · 30 + n 20 = −12 + n n = 32 pN(x) = −0,4x + 32 Probe: Beide Sätze stimmen. pN(30) = −12 + 32 = 20 pN(50) = −20 + 32 = 12 Vertauscht man die Zahlen, passt es nicht. richtig: (30 | 20), (50 | 12)−0,4x + 32; bei 30 ME: 20 vertauscht: (20 | 30), (12 | 50)−2,5x + 80; bei 30 ME:−2,5 · 30 + 80 = 5, laut Satz 20 Die Zahl mit ME ist die Menge x, die Zahl mit GE/MEder Preis p. Im Punkt steht die Menge vorn: (x |p). ME → Menge x GE/ME → Preis pim Punkt die Menge vorn: (x | p)

Merken: Die Zahl mit ME ist die Menge , die Zahl mit GE/ME der Preis . Im Punkt steht die Menge vorn: .

Jetzt du.

ME → Menge x GE/ME → Preis p (x | p)(|)(|)
Jetzt ihr
a) „30 ME werden gekauft, wenn eine ME 24 GE kostet. Bei 18 GE/ME sind es 45 ME.“ Stellt die lineare Preisfunktion auf.
Lösung
, ; ; ;

Eine Parabel aus drei Angaben

„Der Höchstpreis liegt bei 90 GE/ME. Die Sättigungsmenge ist 30 ME, dort ist die Kurve waagerecht.“

x in MEp in GE/ME3090 Eine Parabel braucht drei Angaben: Höchstpreis 90.Sättigungsmenge 30. Dort waagerecht. Höchstpreis 90 Sättigungsmenge 30 waagerecht Jede Angabe wird eine Bedingung. pN(x) = ax² + bx + cpN'(x) = 2ax + b IpN(0) = 90→ c = 90 IIpN(30) = 0→ 900a + 30b + c = 0 IIIpN'(30) = 0→ 60a + b = 0 Lösen, Schritt für Schritt. aus III: b = −60a in II: 900a + 30 · (−60a) + 90 = 0 900a − 1800a + 90 = 0 −900a = −90 a = 0,1 b = −60 · 0,1 = −6 −60a 90 pN(x) = 0,1x² − 6x + 90 Probe an jeder Angabe. pN(0) = 90 pN(30) = 90 − 180 + 90 = 0 pN'(30) = 0,2 · 30 − 6 = 0

Was sagt die Steigung an dieser Kurve?

x in MEp in GE/ME10253040104090pN(x) = 0,1x² − 6x + 90 Die Steigung ist jetzt an jeder Stelle anders. bei 10 ME14pN'(10) = −4 bei 25 ME11pN'(25) = −1 pN(10) = 40, pN(11) = 36,1: 3,9 ≈ 4 tiefer Bei 10 ME muss der Preis für eine ME mehr um etwa 4GE/ME sinken, bei 25 ME nur um etwa 1. Hinter 30 steigt die Parabel wieder: pN(40) = 10.Mehr Menge zu höherem Preis? (40 | 10) ? Nachfrage fällt: pN'(x) ≤ 0. Also Dök = [0; 30]. Dök = [0; 30]

Schema: Preisfunktion aufstellen

Das eben Gerechnete, allgemein:

Schritt 1: der Ansatz. 1 AnsatzGerade mx + n bei zwei Angaben,Parabel ax² + bx + c bei drei Angaben Schritt 2: jede Angabe wird eine Bedingung. 2 Jede Angabe eine BedingungPreis und Menge → Punkt (x | p)Höchstpreis → pN(0) = HöchstpreisSättigungsmenge → pN(xS) = 0waagerecht bei x → pN'(x) = 0 Schritt 3: das Gleichungssystem lösen. 3 Gleichungssystem lösenm = −0,4, n = 32 · a = 0,1, b = −6 Schritt 4: die Probe an jeder Angabe. 4 Probe an jeder AngabepN(30) = 20 ✓ · pN'(30) = 0 ✓

Beispiele: Preisfunktion aufstellen

A) „Höchstpreis 60 GE/ME, Sättigungsmenge 20 ME.“ Gerade. Punkte und .

Probe: ✓, ✓.

B) „10 ME werden gekauft, wenn eine ME 40 GE kostet. Kostet eine ME 25 GE, werden 40 ME gekauft.“ Punkte und .

. Probe: ✓, ✓.

C) „Bei 14 GE/ME werden 60 ME nachgefragt, bei 38 GE/ME nur 20 ME.“ Punkte und .

. Probe: ✓, ✓.

D) „Höchstpreis 72 GE/ME, dort ist die Kurve waagerecht. Sättigungsmenge 12 ME.“ Parabel.

Bedingungeingesetzt
I
II
III

, also . Probe: ✓, ✓, ✓.

E) „Bei 20 GE/ME werden 10 ME nachgefragt. Die Sättigungsmenge ist 20 ME, dort ist die Kurve waagerecht.“ Parabel.

Bedingungeingesetzt
I
II
III

Aus III: . In II: . In I: , also , , .

Probe: ✓, ✓, ✓.

Übungen: Preisfunktion aufstellen

Jetzt ihr
a) „Bei 45 GE/ME werden 20 ME nachgefragt, bei 30 GE/ME 50 ME.“ Lineare Preisfunktion und Höchstpreis?
Lösung
, ; ; ; ; Höchstpreis 55 GE/ME
Jetzt ihr
a) „40 ME werden gekauft, wenn eine ME 12 GE kostet. Kostet eine ME 36 GE, werden 10 ME gekauft.“ Lineare Preisfunktion und Sättigungsmenge?
Lösung
, ; ; ; ; : Sättigungsmenge 55 ME
Jetzt ihr
a) „Höchstpreis 40 GE/ME. Die Sättigungsmenge ist 20 ME, dort ist die Kurve waagerecht.“ Quadratische Preisfunktion?
Lösung
; ; ; , ;

Die Erlösfunktion

Die Erlösfunktion sagt für jede Menge , wie viel Geld beim Verkaufen hereinkommt.

Menge in MEPreis in GE/ME Ein Bauer verkauft 40 ME Weizen zu 12 GE/ME. Was bekommt er dafür? Preis mal Menge. 40 12 12 · 40 = 480 GE.  GE/ME ·   ME =   GE 12 40 480 480 GE Diese Fläche ist der Erlös.Man sagt auch Umsatz. Erlös

Fester Preis: das Polypol

Kann der Bauer mehr verlangen?

Menge in MEPreis in GE/ME4012Erlös480 GE 12121212121212121212121212121212121212 Kann der Bauer 13 GE/ME verlangen? 12 13 Nein. Tausende verkaufen denselben Weizen.Wer mehr verlangt, verkauft nichts. So ein Markt mit sehr vielen Anbietern heißtPolypol, auch vollständige Konkurrenz. Polypol = viele Anbieter vollständige Konkurrenz: keiner bestimmt den Preis Die Marktform sagt, wie viele Anbieter es gibt.

Woher kommen die 12 GE/ME? Aus dem ganzen Weizenmarkt, mit in Mio. ME.

12121212121212121212Polypol 134481620x in Mio. MEPreis in GE/MEganzer Markt Nachfrage:pN(x) = −2x + 16 Woher kommen die 12? Aus dem ganzen Markt: DieKunden fragen nach, die Anbieter bieten an. Angebot:pA(x) = 2x + 8so viel liefern dieAnbieter zu jedemPreis Wo sich beide treffen, ist der Markt imGleichgewicht. −2x + 16 = 2x + 8 8 = 4x x = 2 2 pN(2) = 12 12

Wie viel davon verkauft ein einzelner Bauer?

134481620x in Mio. MEPreis in GE/ME2ganzer Markt 12 Der Markt verkauft 2 Mio. ME.Der Bauer höchstens 500 ME. Markt: 2 000 000 ME Bauer: 500 ME Ob er 100 oder 500 ME verkauft: Der Markt merktes nicht. Für ihn bleibt der Preis 12. 100200300400500Menge in MEPreis in GE/MEein Bauer 12 Er kann nur seine Menge wählen.Darum heißt er Mengenanpasser. x Mengenanpasser: wählt nur x

Was bringt der feste Preis dem Bauern bei jeder Menge?

100200300400500Menge in MEPreis in GE/ME 12 Unter dem Punkt steht wieder das Rechteck.Seine Höhe bleibt, nur die Breite wächst. 1200 2400 3600 4800 6000 Jede Fläche wird ein Punkt im Erlösbild. 100200300400500200040006000Menge in MEErlös in GE 1200 2400 3600 4800 6000 E(x) = 12x Jede weitere ME bringt 12 GE.Die Steigung ist der Preis: E'(x) = 12. 100 ME1200 GE je ME: 12 E'(x) = 12 Die Gerade steigt immer. Der größte Erlös liegtan der Grenze: E(500) = 6000 GE. Kapazitätsgrenze E(500) = 12 · 500 = 6000
10020030040050012Menge in MEPreis in GE/ME6000100200300400500200040006000Menge in MEErlös in GEE(x) = 12xKapazitätsgrenze Polypol: Preis p fest.E(x) = p · x ist eineUrsprungsgerade mitder Steigung p.Höchsterlös an derKapazitätsgrenze. Merken.
Jetzt ihr
a) Auf einem Markt gilt und , mit in Mio. ME. Ein Anbieter kann höchstens 300 ME herstellen. Wie lauten und ? Wie groß ist sein Höchsterlös?
Lösung
ergibt und den Preis GE/ME; , , Höchsterlös GE

Preis aus der Nachfrage: das Monopol

Beim Bauern bleibt die Höhe des Rechtecks fest.

Beim Bauern bleibt die Höhe fest. Was, wenn dieHöhe fällt, sobald er mehr verkauft? Bauer: Höhe fest ?Höhe fällt? Ein Monopol hat nur einen Anbieter, z. B. das einzigeWasserwerk einer Stadt. Es setzt seinen Preis selbst. 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 Wasserwerk Monopol = ein Anbieter

Warum verlangt das Wasserwerk nicht einfach einen sehr hohen Preis?

1020304050Menge in MEPreis in GE/ME pN(x) = −0,4x + 20 Warum nicht sehr teuer? Dann kaufen die Kundenweniger. Will es 10 ME verkaufen, kann es höchstens16 GE/ME verlangen. 16 pN(10) = −0,4 · 10 + 20 = 16 Zum Höchstpreis 20 GE/ME kauft niemand. Höchstpreis: 0 ME20 Es wählt also einen Punkt auf der Geraden:Menge und Preis gehören zusammen. x p Preis-Absatz-Funktion(Absatz = verkaufte Menge)

Welcher Punkt auf der Geraden bringt den meisten Erlös?

10203040501020Menge in MEPreis in GE/MEpN(x) = −0,4x + 20 ? Welcher Punkt bringt den meisten Erlös?Das Rechteck unter dem Punkt zeigt es. 90 160 240 240 160 90 Die Fläche wächst erst und schrumpft dann. wächst, schrumpft Das größte Rechteck liegt zwischen 20 und 30 ME.Die Flächen als Punkte: ein Bogen. 1020304050100200Menge in MEErlös in GE 90 160 240 240 160 90

Wie lautet die Formel zu diesem Bogen?

10203040501020Preis in GE/MEpN(x) = −0,4x + 201020304050100200Menge in MEErlös in GE Die Formel dazu: Erlös ist Preis mal Menge,und der Preis ist pN(x). E(x) = p · x E(x) =· x (−0,4x + 20) x x E(x) = −0,4x² + 20x E(x) = −0,4x² + 20x Probe: E(10) = 160. E(10) = −0,4 · 100 + 200 = 160 ✓

Das Erlösmaximum bestimmen

Wo genau liegt der höchste Punkt?

10203040501020Preis in GE/MEpN(x) = −0,4x + 201020304050100200Menge in MEErlös in GE 240240 Der höchste Punkt heißt Hochpunkt, seineMenge erlösmaximale Menge xE​. xE​ = ? Am Hochpunkt ist die Steigung null. Steigung: 16 Steigung: 12 Steigung: 8 Steigung: 4 Steigung: 0 E'(x) = −0,8x + 20 = 0, also xE​ = 25. E'(x) = −0,8x + 20 = 0 ⇒ x = 25 notwendige Bedingung 25 E''(x) = −0,8 < 0: Es ist ein Maximum. E''(x) = −0,8 < 0 hinreichende Bedingung: Maximum Den Preis sagt die Nachfrage: pN(25) = 10.Der Erlös: 10 · 25 = 250. 250 H(25|250) pN(25) = −0,4 · 25 + 20 = 10 E(25) = 10 · 25 = 250 Antwort: 25 ME zu 10 GE/ME bringen denHöchsterlös von 250 GE. Antwort: 25 ME zu 10 GE/ME bringen 250 GE.

Eine Probe über die Nullstellen:

10203040501020Preis in GE/MEpN(x) = −0,4x + 201020304050100200Menge in MEErlös in GE H(25|250) Probe: Der Hochpunkt einer Parabel liegt in derMitte zwischen den Nullstellen. (−0,4x + 20) · x = 0 x = 0x = 50 Mitte: (0 + 50) : 2 = 25 Bei 0 ME kein Erlös. Bei 50 ME ist der Preis 0:Die Ware wird verschenkt. Höchstpreis Sättigungsmenge

Höchstpreis, Höchsterlös und Sättigungsmenge:

25501020MengePreis 2550250MengeErlös Drei verschiedene Stellen. MengePreisErlös Höchstpreis0 ME200 Höchsterlös25 ME10250 Sättigungsmenge50 ME00

Was wir eben gerechnet haben, gilt für jedes Monopol.

Das war schon das Schema. E(x) = −0,4x² + 20xE'(x) = −0,8x + 20 = 0 ⇒ x = 25E''(x) = −0,8 < 0pN(25) = 10E(25) = 10 · 25 = 25025 ME zu 10 GE/ME: 250 GE 1. E aufstellen 2. E'(x) = 0 3. E''(xE​) < 0 4. Preis pN(xE​) 5. Erlös E(xE​) 6. Antwort Das Schema für jedes Monopol:

1. aufstellen, ausmultiplizieren. 2. Notwendige Bedingung: liefert . 3. Hinreichende Bedingung: . 4. Zugehöriger Preis: . 5. Höchsterlös: . 6. Antwortsatz mit Menge, Preis und Höchsterlös.

a)

1. E aufstellen2. E'(x) = 03. E''(xE​) < 04. Preis pN(xE​)5. Erlös E(xE​)6. Antwort Beispiel a) pNdy="-4">(x) = −3x + 60. E(x) = (−3x + 60) · x = −3x² + 60x E'(x) = −6x + 60 = 0 ⇒ xE​ = 10 E''(x) = −6 ⇒ E''(10) = −6 < 0 pN(10) = −3 · 10 + 60 = 30 E(10) = 30 · 10 = 300 Antwort: H(10|300).10 ME zu 30 GE/ME bringen 300 GE.

b)

1. E aufstellen2. E'(x) = 03. E''(xE​) < 04. Preis pN(xE​)5. Erlös E(xE​)6. Antwort Beispiel b) Höchstpreis 40, Sättigungsmenge 100:erst die Gerade finden. xp (0|40) (100|0) m = (0 − 40) : (100 − 0) = −0,4 pN(x) = −0,4x + 40 E(x) = −0,4x² + 40x E'(x) = −0,8x + 40 = 0 ⇒ xE​ = 50 E''(x) = −0,8 < 0 pN(50) = −0,4 · 50 + 40 = 20 E(50) = 20 · 50 = 1000 Antwort: H(50|1000).50 ME zu 20 GE/ME bringen 1000 GE.

c)

1. E aufstellen2. E'(x) = 03. E''(xE​) < 04. Preis pN(xE​)5. Erlös E(xE​)6. Antwort Beispiel c) Zwei beliebige Punkte (10|65),(20|40). xp (10|65) (20|40) 90 m = (40 − 65) : (20 − 10) = −2,5 65 = −2,5 · 10 + pN(0) ⇒ pN(0) = 90 pN(x) = −2,5x + 90 E(x) = −2,5x² + 90x E'(x) = −5x + 90 = 0 ⇒ xE​ = 18 E''(x) = −5 < 0 pN(18) = −2,5 · 18 + 90 = 45 E(18) = 45 · 18 = 810 Antwort: H(18|810).18 ME zu 45 GE/ME bringen 810 GE.

d)

1. E aufstellen2. E'(x) = 03. E''(xE​) < 04. Preis pN(xE​)5. Erlös E(xE​)6. Antwort Beispiel d) E(x) gegeben: x ausklammern. E(x) = −0,25x² + 15x E(x) = (−0,25x + 15) · x x pN(x) Menge 6015xp Höchstpreis pN(0) = 15 −0,25x + 15 = 0 ⇒ x = 60 Sättigungsmenge 60 ME E'(x) = −0,5x + 15 = 0 ⇒ xE​ = 30 E''(x) = −0,5 < 0 pN(30) = −0,25 · 30 + 15 = 7,5 E(30) = 7,5 · 30 = 225 Antwort: H(30|225). Höchstpreis 15 GE/ME,Sättigung 60 ME; 30 ME zu 7,5 GE/ME: 225 GE.

e)

Beispiel e) Die Preisfunktion ist gekrümmt:pN(x) = −0,2x² + 60. E(x) = (−0,2x² + 60) · x = −0,2x³ + 60x E'(x) = −0,6x² + 60 = 0 ⇒ x² = 100 x = 10 oder x = −10 E''(x) = −1,2x ⇒ E''(10) = −12 < 0 pN(10) = −0,2 · 100 + 60 = 40 E(10) = 40 · 10 = 400 ⇒ H(10|400) keine Menge Probe wie bei der Parabel? Nullstellen 0 und√300 ≈ 17,3. (−0,2x² + 60) · x = 0 x = 0x² = 300 ⇒ x ≈ 17,3 Mitte: (0 + 17,3) : 2 ≈ 8,7 2550xE 1017,3xEH(10|400) 8,7 E'(x) = 0 trifft den Hochpunkt in beiden Fällen.
10203040501020Preis in GE/MEpN(x) = −0,4x + 201020304050100200Menge in MEErlös in GE Menge aus E'(x) = 0.Preis aus pN(x).Höchsterlös =Preis · Menge. Merken.
Jetzt ihr
a)
Lösung
, ME, GE/ME, Höchsterlös GE
Jetzt ihr
a) , bestimmt auch Höchstpreis und Sättigungsmenge.
Lösung
, Höchstpreis 12 GE/ME, Sättigungsmenge 120 ME, ME, GE/ME, Höchsterlös GE

Höchsterlös mit Kapazitätsgrenze

Mit einer Kapazitätsgrenze zählen nur die Mengen bis zu dieser Grenze.

1020304050100200240Menge in MEErlös in GE Das Wasserwerk kann höchstens 20 ME liefern. Grenze E' = 0 liegt bei 25, hinter der Grenze.Also xE​ = 20: 240 GE. E' = 0 ⇒ x = 25 hinter der Grenze 20 xE​ = 20 pN(20) = 12 E(20) = 12 · 20 = 240 20 ME zu 12 GE/MEbringen 240 GE. Kann es 40 ME liefern, liegt der Hochpunktdavor: 250 GE. E' = 0 ⇒ xE​ = 25 vor der Grenze 40 E'' = −0,8 < 0 pN(25) = 10 E(25) = 10 · 25 = 250 25 ME zu 10 GE/MEbringen 250 GE.
10020030040050012Menge in MEPreis in GE/ME6000100200300400500200040006000Menge in MEErlös in GEE(x) = 12xKapazitätsgrenze Bauer, Teil B Und der Bauer von vorhin: dieselbe GeradeE(x) = 12x mit Grenze 500. E'(x) = 12 ≠ 0 keine waagrechteTangente xE​ = 500E(500) = 6000 GE

Nach entscheidet die Lage der Stelle.

Die Stelle mit E'(x) = 0 …xE​liegt vor der Grenzediese Stelleliegt hinter der Grenzedie Grenzegibt es nichtdie Grenze
Der Höchsterlös liegt amHochpunkt, wenn der Betriebihn erreichen kann. Sonstan der Kapazitätsgrenze.
Jetzt ihr
a) , Kapazitätsgrenze 10 ME.
Lösung
bei , hinter der Grenze; , Höchsterlös GE bei 80 GE/ME
Jetzt ihr
a) , Kapazitätsgrenze 20 ME.
Lösung
liegt vor der Grenze; , 15 ME zu 60 GE/ME

Bestimmt jeweils die erlösmaximale Menge, den zugehörigen Preis und den Höchsterlös.

Jetzt ihr
a)
Lösung
; , ; ; ; . Antwort: , 10 ME zu 50 GE/ME bringen 500 GE.

b) Höchstpreis 36 GE/ME, Sättigungsmenge 12 ME (Lösung: , ; ; , ; ; ; . Antwort: , 6 ME zu 18 GE/ME bringen 108 GE.)

c) Zu 48 GE/ME kaufen die Kunden 10 ME, zu 36 GE/ME kaufen sie 20 ME. (Lösung: ; , also ; ; , ; ; ; . Antwort: , 25 ME zu 30 GE/ME bringen 750 GE.)

d) ; bestimmt auch Höchstpreis und Sättigungsmenge. (Lösung: , also ; Höchstpreis GE/ME; ergibt die Sättigungsmenge 40 ME; , ; ; ; . Antwort: , 20 ME zu 60 GE/ME bringen 1200 GE.)

e) (Lösung: ; , , ( ist keine Menge); ; ; . Antwort: , 10 ME zu 20 GE/ME bringen 200 GE.)

f) , Kapazitätsgrenze 40 ME (Lösung: ; bei , hinter der Grenze 40; ; ; . Antwort: An der Kapazitätsgrenze bringen 40 ME zu 48 GE/ME 1920 GE.)

g) , Kapazitätsgrenze 60 ME (Lösung: , , vor der Grenze 60; ; ; . Antwort: , 50 ME zu 40 GE/ME bringen 2000 GE.)

Der Grenzerlös

Der Grenzerlös ist die Steigung der Erlöskurve. Er sagt ungefähr, um wie viel GE der Erlös mit der nächsten ME steigt.

5101520Menge in MEPreis in GE/ME10 · 16 = 160 Das Wasserwerk verkauft 10 ME zu 16 GE/ME.Für 11 ME muss es auf 15,6 senken. 11 · 15,6 = 171,6 Bringt die 11. ME also 15,6 GE? +15,6 ? Nein: 171,6 − 160 = 11,6. E(11) − E(10) = 171,6 − 160 = 11,6 Wo bleibt der Rest? Ein Streifen kommt dazu,ein Streifen fällt weg. die 11. ME: +15,6 10 alte ME, je 0,4 billiger: −4 15,6 − 4 = 11,6. 15,6 10 · 0,4 −= 11,6 Der niedrigere Preis gilt auch für die ersten 10ME.

Was sagt die Ableitung dazu?

5101520Menge in MEPreis in GE/ME 1020304050100160200Menge in MEErlös in GE Die Ableitung sagt dasselbe, ungefähr:E'(10) = 12 GE/ME. 5 ME60 GE 1 ME → 12 GE E'(x) = −0,8x + 20, E'(10) = 12 Grenzerlös E'(10) = 12 GE/ME Die Tangente steigt 12, die Kurve nur 11,6:Sie biegt sich nach unten. 172171,610,411Tangente Spalt 0,4

Im Polypol ist die Erlöskurve selbst eine Gerade. Dort stimmt der Grenzerlös genau.

PolypolMonopolE(11) − E(10)= 11 · 12 − 10 · 12= 132 − 120 = 12E'(10) = 12 gleichE(11) − E(10)= 171,6 − 160 = 11,6E'(10) = 12 ungefähr

Wie hoch ist der Grenzerlös bei jeder Menge?

1020253040504121620Preis in GE/MEpN(x) (Preis) 1020304050100200Menge in MEErlös in GE Grenzerlös und Preis: Wie hoch ist derGrenzerlös bei jeder Menge? 12 4 0 E'(x) = −0,8x + 20 Im Monopol liegt der Grenzerlös unter dem Preis. 4 8 12Polypol:Preis = Grenzerlös
5101520Menge in MEPreis in GE/MEIm Monopol bringt eineweitere ME weniger alsihren Preis, denn auchdie alten ME werdenbilliger.

Was geschieht hinter dem Hochpunkt?

102025304050100160200250Erlös in GE 1020304050−20−121220Menge in MEGE/MEE'(x)pN(x) Bei 40 ME: E'(40) = −12.Macht das Wasserwerk Verlust? Steigung −12 Nein: E(40) = 4 · 40 = 160 GE.Nur die Steigung ist negativ. 160 GE Das Vorzeichen zeigt die Richtung. steigt + oben 0 fällt − Bei 10 und bei 40 ME ist der Erlös gleich.Nur E' zeigt die Richtung. mehr verkaufen weniger verkaufen
So steigt der Erlös
1016012mehr verkaufen
252500gar nicht
40160−12weniger verkaufen
+0−E'(x) > 0: mehr verkaufenerhöht den Erlös.E'(x) < 0: weniger verkaufenerhöht ihn.E'(x) = 0: Hochpunkt.

Am Hochpunkt war die hinreichende Bedingung.

Was sagt E''(x) = −0,8? xE'(x) 202530Menge in MEErlös (Ausschnitt) 213,2 3,2 222,4 2,4 −0,8 231,6 1,6 −0,8 240,8 0,8 −0,8 250 0 −0,8 Der Grenzerlös sinkt je ME um 0,8.Am Hochpunkt fällt er von plus auf minus. 10254050−2020Menge in MEGrenzerlös in GE/ME +− hinreichende Bedingung

Beim Bauern im Polypol ist das anders:

E(x)E'(x)E''(x)Polypol12x120Monopol−0,4x² + 20x−0,8x + 20−0,8nie 00 bei 25

Im Polypol sinkt der Grenzerlös nie. Er bleibt 12 GE/ME und wird nie 0. Darum hat keinen Hochpunkt.

Das Wasserwerk verkauft 10 ME, dort ist GE/ME.

102030405041620Menge in MEPreis in GE/ME Bringen 30 weitere ME ab 10 ME also30 · 12 = 360 GE? 30 · 12 = 360 ? Nein: E(40) − E(10) = 160 − 160 = 0. 160 160 E(40) − E(10) = 160 − 160 = 0 Der Grenzerlös gilt nur für die nächste ME.Für viele ME: E(neu) − E(alt).

Ein Monopolist hat die Preisfunktion , also und . Berechnet bei der Menge den Grenzerlös, den Preis und den Erlös. Steigt der Erlös, wenn er mehr oder wenn er weniger verkauft?

Jetzt ihr
a) 5 ME
Lösung
GE/ME, GE/ME, GE; mehr verkaufen

b) 10 ME (Lösung: GE/ME, GE/ME, GE; gar nicht: Höchsterlös)

c) 15 ME (Lösung: GE/ME, GE/ME, GE; weniger verkaufen)

d) Um wie viel GE steigt der Erlös genau, wenn der Monopolist 6 statt 5 ME verkauft? Vergleicht mit dem Grenzerlös aus a). (Lösung: , , GE. Der Grenzerlös GE/ME sagt ungefähr dasselbe.)

e) Um wie viel GE ändert sich der Erlös, wenn der Monopolist 15 statt 5 ME verkauft? (Lösung: . Der Erlös ändert sich nicht; GE mit dem Grenzerlös aus a) wäre falsch.)

Höchsterlös und Gewinn

Das Wasserwerk mit hat nun auch Kosten.

10202530405050100200250Menge in MEGEE(x) Bringt der Höchsterlös auch den meisten Gewinn?Dazu braucht man die Kosten. Das Wasserwerk hat Kosten: 50 GE fest, dazu4 GE je ME: K(x) = 4x + 50. 50 festK(x) = 4x + 50 10 ME+40 GE: +4 je ME Gewinn ist, was vom Erlös übrig bleibt:G(x) = E(x) − K(x). bei 25 ME: G = 250 − 150 = 100 bei 20 ME: G = 240 − 130 = 110 Bei 20 ME: weniger Erlös, aber mehr Gewinn. xE(x)K(x)G(x) 25 ME250 GE150 GE100 GE 20 ME240 GE130 GE110 GE
Höchsterlös = das meisteGeld, das hereinkommt.Was übrig bleibt, sagtder GewinnG(x) = E(x) − K(x).

Gewinnfunktion und Gewinnzone

Erlös und Kosten kennt ihr schon. Jetzt geht es darum, was übrig bleibt.

Ein Betrieb macht Fahrradlampen. Jede bringt 10 GE.Kosten: 30 GE fest, dazu 4 GE je Lampe.Bei 2 Lampen: 20 GE Erlös, 38 GE Kosten.Es fehlen 18 GE: Verlust.Bei 8 Lampen: 80 GE Erlös, 62 GE Kosten.18 GE bleiben übrig. x GE 2 4 6 8 10 50 100 E 30 fest K 3820 −18 8062 +18

Der Abstand zwischen Erlös und Kosten ist der Gewinn. Unten tragen wir ihn als eigenen Graphen auf.

x GE 2 4 6 8 10 50 100EK−18+1838208062 10x4x + 30 Diesen Abstand zeichnen wir unten auf.Gewinn = Erlös − Kosten: G(x) = E(x) − K(x).Das gilt für jede Menge.Als Term: G(x) = 10x − (4x + 30)= 6x − 30.Ohne Produktion: G(0) = −30.Die Fixkosten sind Verlust. x 2 4 6 8 10 −30 30 G G(x) = − () 10x 4x + 30 10x 4x 30 = 6x − 30 −30 = −KfFixkosten

Die Gewinnschwelle

Die Gewinnschwelle ist die Menge, bei der der Verlust in Gewinn übergeht.

x GE 2 4 6 8 10 50 100 x 2 4 6 8 10 −30 30EK10x4x + 30+18GG(x) = 10x − (4x + 30) = 6x − 30−30 = −KfFixkosten Wo wird aus Verlust Gewinn?Jede Lampe lässt 10 − 4 = 6 GE übrig.Nach 5 Lampen ist alles bezahlt:5 · 6 = 30. ? 30 GE Fixkosten 6 6 6 6 6 ✓

An der Gewinnschwelle ist .

x GE 2 4 6 8 10 50 100 x 2 4 6 8 10 −30 30EK10x4x + 30−18+18GG(x) = 10x − (4x + 30) = 6x − 30−30 = −KfFixkosten6x − 30 = 0x = 5Gewinnschwelle−+ Hier schneiden sich E und K: E(5) = K(5) = 50.G(x) = 0: 6x − 30 = 0, also x = 5.Das ist die Gewinnschwelle.Links Verlust, rechts Gewinn. Schwelle 5G(0) = −30

Ergebnis: Gewinnschwelle 5 ME.

Gewinngrenze und Gewinnzone

Die Gewinngrenze ist die Menge, bei der der Gewinn wieder in Verlust übergeht. Das zeigt ein Monopolist.

Schwelle 5G(0) = −30 Ein Monopolist ist allein am Markt. Will er mehrverkaufen, muss er billiger werden: p = 10 − x.Erlös = Preis · Menge: eine Fläche.Trägt man diese Flächen auf, entsteht ein Bogen:E(x) = 10x − x². x p 2 4 6 8 10 5 10 x E 2 4 6 8 10 10 20 30 1 · 9 = 9 9 2 · 8 = 16 16 3 · 7 = 21 21 5 · 5 = 25 25 7 · 3 = 21 21 9 · 1 = 9 9 E(x) = 10x − x² höchster Erlös

Jetzt kommen die Kosten dazu.

Schwelle 5G(0) = −30 x GE 2 4 6 8 10 10 20E10x − x²höchster Erlös Kosten: K(x) = 2x + 7.Der Abstand ist wieder der Gewinn.G(x) = 10x − x² − (2x + 7)= −x² + 8x − 7.G(x) = 0 hat jetzt zwei Lösungen. K2x + 7 x 2 4 6 8 10 −10 10G G(x) =− () 10x − x² 2x + 7 = −x² + 8x − 7 −x² + 8x − 7 = 0 | ·(−1)x² − 8x + 7 = 0 x = 4 ± √(16 − 7) = 4 ± 3x₁ = 1, x₂ = 7 1 7

Die Gewinnzone sind alle Mengen, bei denen ist.

Schwelle 5G(0) = −30 x GE 2 4 6 8 10 10 20 x 2 4 6 8 10 −10 10EK10x − x²2x + 7höchster ErlösGG(x) = 10x − x² − (2x + 7)= −x² + 8x − 7−x² + 8x − 7 = 0 | ·(−1)x² − 8x + 7 = 0x = 4 ± √(16 − 7) = 4 ± 3x₁ = 1, x₂ = 7G(0) = −7G(2) = 5G(8) = −7−+−GewinnschwelleGewinngrenzeGewinnzone 1 < x < 7E(7) = K(7) = 21 Bei 1 wird aus Verlust Gewinn,bei 7 aus Gewinn wieder Verlust.Dazwischen liegt die Gewinnzone: 1 < x < 7.Warum endet der Gewinn? Der Preis sinkt, der Erlöswächst immer langsamer und fällt ab 5.Die Kosten steigen gleichmäßig. Zone1 < x < 7

Ergebnis: Gewinnschwelle 1 ME, Gewinngrenze 7 ME, Gewinnzone .

Gewinnzone bei ertragsgesetzlichen Kosten

Auch bei festem Preis hört der Gewinn auf, wenn die Kosten immer schneller steigen.

Schwelle 5G(0) = −30Zone1 < x < 7 Nun wieder ein fester Preis, 24 GE je ME. Die Kostensteigen aber ertragsgesetzlich:K(x) = x³ − 9x² + 30x + 16.G(x) = 24x − (x³ − 9x² + 30x + 16).Das Minus vor der Klammer dreht jedes Vorzeichen.Sortiert: G(x) = −x³ + 9x² − 6x − 16. x GE 2 4 6 8 10 100 200 x 2 4 6 8 10 −50 50G E24x Kx³ − 9x² + 30x + 16 G(x) = − () 24x x³ − 9x² + 30x + 16 = 24x + x³ − x³ − 9x² + 9x² + 30x − 30x + 16 − 16 24x − 30x = −x³ + 9x² − 6x − 16

Bei Grad 3 ratet ihr zuerst eine Nullstelle.

Schwelle 5G(0) = −30Zone1 < x < 7 G(x) = −x³ + 9x² − 6x − 16 x −2 2 4 6 8 10 −50 50G Eine Nullstelle raten.Kandidaten sind die Teiler von 16.Teilen durch (x − 2).Der Rest mit der pq-Formel: x = 3,5 ± 4,5, also −1und 8. Negative Mengen gibt es nicht. 124816 G(1) = −1 + 9 − 6 − 16 −14 ✗ G(2) = −8 + 36 − 12 − 16 0 ✓ (−x³+ 9x²− 6x− 16): (x − 2) = −(−x³+ 2x²)7x²− 6x −(7x²− 14x)8x− 16 −(8x− 16)0 −x² + 7x + 8 −x² + 7x + 8 = 0 | ·(−1)x² − 7x − 8 = 0 x = 3,5 ± √(12,25 + 8) = 3,5 ± 4,5x₁ = −1, x₂ = 8 8

Die Nullstellen sind 2 und 8. Warum endet der Gewinn bei 8?

Schwelle 5G(0) = −30Zone1 < x < 7 x GE 2 4 6 8 10 100 200 x 2 4 6 8 10 −50 50EK24xGG(x) = −x³ + 9x² − 6x − 16x³ − 9x² + 30x + 16KostenkehreE(8) = K(8) = 192G(0) = −16G(4) = 40G(9) = −70−+−Gewinnzone 2 < x < 8GewinnschwelleGewinngrenze Warum endet der Gewinn hier? Ab etwa 3 ME steigendie Kosten immer schneller, der Erlös nur gleichmäßig.Gewinnzone 2 < x < 8. Zone2 < x < 8

Ergebnis: Gewinnschwelle 2 ME, Gewinngrenze 8 ME, Gewinnzone .

Was eine Gewinnzone ist und was nicht

Weitere Fälle, klein nebeneinander.

Schwelle 5G(0) = −30Zone1 < x < 7Zone2 < x < 8 Mehr als 20 ME schafft die Fabrik nicht.Die Zone endet hier an der Wand,nicht an einer Nullstelle.Monopol: p = 20 − 2x, K = 4x + 30.Preis 15, K = x³ − 8x² + 24x + 18. 520 Kapazitätsgrenze 5 < x ≤ 20Gewinngrenze 353 < x < 5 36−13 < x < 6

Zwei Fälle ohne Gewinnzone.

Schwelle 5G(0) = −30Zone1 < x < 7Zone2 < x < 8520Kapazitätsgrenze5 < x ≤ 20Gewinngrenze353 < x < 536−13 < x < 6 Monopol: p = 10 − x, K = 2x + 16.G berührt die Achse nur bei 4.K = 2x + 20. G kommt nie über die Achse.Merken: Gewinnschwelle und Gewinngrenze sindNullstellen von G, an denen G das Vorzeichenwechselt. Die Gewinnzone sind alle Mengenmit Gewinn. 4−−✗kein Vorzeichenwechsel √(−4)✗keine Nullstelle ✓✓✓✓✓✓
Jetzt ihr
Ein Monopolist hat und . Bestimmt die Gewinnzone.
Lösung
, Nullstellen 1 und 9, , , Gewinnzone

Schema: Gewinnzone bestimmen

So bestimmt ihr die Gewinnzone:

1G(x) = E(x) − (K(x))mit Klammer um K(x) 2G(x) = 0 lösenGerade:auflösenParabel: durchZahl vor x² teilen,pq-FormelGrad 3: raten(Teiler), Polynom-division, pq-Formel 3nur Nullstellen mit 0 ≤ x ≤ Kapazität−1Wand 4Vorzeichen: G(0) = −Kfein Wert dazwischen, einer rechts− + − 5Schwelle (− → +), Grenze (+ → −),Gewinnzone dazwischen

Übungen

Jetzt ihr
Bestimmt Gewinnschwelle, Gewinngrenze und Gewinnzone. a) Monopol: ,
Lösung
; ; ergibt ; , also , ; Vorzeichen: , , ; Gewinnschwelle 2 ME, Gewinngrenze 6 ME, Gewinnzone

b) Polypol: Marktpreis 28 GE je ME, (Lösung: ; raten: , , ✓; Polynomdivision : lässt , lässt , lässt ; ergibt ; , also (fällt weg), ; Vorzeichen: , , ; Gewinnschwelle 3 ME, Gewinngrenze 8 ME, Gewinnzone )

c) Monopol: , (Lösung: ; ; ergibt ; : keine Nullstelle; Vorzeichen: , und ohne Nullstelle bleibt negativ; keine Gewinnzone, der Monopolist macht bei jeder Menge Verlust)

d) Polypol: Marktpreis 12 GE je ME, , höchstens 30 ME (Lösung: ; , also ; Vorzeichen: , ; Gewinnschwelle 5 ME, keine Gewinngrenze, Gewinnzone )

Gewinnfunktion, Gewinnmaximum, Cournotscher Punkt

Gewinn als Abstand

Fahrradlampen: Jede kostet auf dem Markt 10 GE. Die Kosten sind 30 GE fest, dazu 4 GE je Lampe.

Fahrradlampen: Jede kostet auf dem Markt 10 GE. 246810126090120xGE E E(x) = 10x Die Kosten: 30 GE fest, dazu 4 GE je Lampe. 30 K K(x) = 4x + 30 Gewinn ist Erlös minus Kosten. G(x) = E(x) − K(x) = 10x − (4x + 30) = 6x − 30 Bei 2 Lampen liegen die Kosten oben: G(2) = 20 − 38= −18. Verlust. −18 G(2) = 20 − 38 = −18 Bei 8 Lampen liegt der Erlös oben: G(8) = 80 − 62 =18. Gewinn. +18 G(8) = 80 − 62 = 18 Die Abstände bilden selbst einen Graphen: dieGewinnfunktion. xGE G −18 18 Bei 0 Lampen: G(0) = −30. Die Fixkosten bleiben alsVerlust. −Kf = −30

Gewinn ist Erlös minus Kosten:

Bei 2 Lampen liegen die Kosten oben: . Das ist ein Verlust. Bei 8 Lampen liegt der Erlös oben: . Das ist ein Gewinn.

Die Abstände bilden selbst einen Graphen: die Gewinnfunktion. Bei 0 Lampen ist . Die Fixkosten bleiben als Verlust.

Das Gewinnmaximum am Monopolisten

Ein Monopolist bestimmt den Preis selbst: . Seine Kosten sind .

G = E − K= Abstand Ein Monopolist bestimmt den Preis selbst: pN(x) =10 − x. Kosten: K(x) = 2x + 7. 1020xGE26810−2010x pN EK E(x) = (10 − x) · x = 10x − x² K(x) = 2x + 7 Gewinn: erst alle Terme von E, dann alle von K mitumgedrehtem Vorzeichen. G(x) = 10x − x² 2x + 7 − 2x − 7 G(x) = −x² + 8x − 7 Mehr als 10 ME kauft niemand: pN(10) = 10 − 10 = 0. pN(10) = 10 − 10 = 0 mögliche Mengen Wo ist der Gewinn am größten? G ? Oben ist die Kurve flach: G'(x) = 0. G'(x) = −2x + 8 = 0 ⇒ x = 4 4 G''(x) = −2 < 0: ein Hochpunkt. G''(x) = −2 < 0; G(4) = −16 + 32 − 7 = 9 H(4 | 9) Die Ränder: G(0) = −7, G(10) = −100 + 80 − 7 = −27. G(0) = −7; G(10) = −100 + 80 − 7 = −27 −7−27 Vergleich: 9 > −7 > −27. Die gewinnmaximale Mengeist 4 ME, der maximale Gewinn 9 GE. Hochpunkt 9 Rand −7 Rand −27 4 ME, maximaler Gewinn 9 GE

Für den Gewinn nimmt man erst alle Terme von , dann alle von mit umgedrehtem Vorzeichen:

Mehr als 10 ME kauft niemand, denn . Die möglichen Mengen sind .

Oben ist die Kurve flach: ergibt . Wegen ist das ein Hochpunkt mit , also .

Die Ränder: und . Vergleich: . Die gewinnmaximale Menge ist 4 ME, der maximale Gewinn 9 GE.

So geht es jedes Mal:

So geht es jedes Mal. G(x) = −x² + 8x − 7, 0 ≤ x ≤ 10 1 G aufstellen, mögliche Mengen notieren G'(x) = −2x + 8 = 0 ⇒ x = 4 2 Notwendig: G'(x) = 0 G''(x) = −2 < 0 ⇒ H(4 | 9) 3 Hinreichend: G''(x) < 0 G(0) = −7, G(10) = −27 4 Ränder: G an beiden Rändern 9 > −7 > −27 5 Vergleich: der größte Wert gewinnt 4 ME, 9 GE 6 Antwort: Menge in ME, Gewinn in GE

Wo das Maximum auch liegen kann

Drei Fälle, jedes Mal mit demselben Schema.

1 G, Mengen 2 G' = 0 3 G'' < 0 4 Ränder 5 Vergleich 6 Antwort a) Preis 60, K(x) = x³ − 12x² + 60x + 98, höchstens10 ME. Zwei flache Stellen. a) Preis 60, K(x) = x³ − 12x² + 60x + 98, x ≤ 10 G(x) = 60x − (…) = −x³ + 12x² − 98 G'(x) = −3x(x − 8) = 0 ⇒ x = 0 oder x = 8 246810−100100x Nur eine ist oben: G''(0) = 24 > 0, G''(8) = −24 < 0. G''(0) = 24 > 0, G''(8) = −24 < 0 H(8 | 158) Ränder −98 und 102. Vergleich: 158 gewinnt. Ränder: G(0) = −98, G(10) = 102 102 158 −98 102 a) H(8 | 158)

a) Preis 60 GE je ME, , höchstens 10 ME. Es gibt zwei flache Stellen, und . Nur eine ist oben: , . Die Ränder geben und ; gewinnt.

1 G, Mengen 2 G' = 0 3 G'' < 0 4 Ränder 5 Vergleich 6 Antwort a) H(8 | 158) b) Preis 10, K(x) = 4x + 30, höchstens 20 ME. Keineflache Stelle. b) Preis 10, K(x) = 4x + 30, x ≤ 20 G(x) = 6x − 30 G'(x) = 6 ≠ 0: keine flache Stelle Ränder: G(0) = −30, G(20) = 90 5101520−3090x −30(20 | 90) 90 −30 b) Rand (20 | 90) c) pN(x) = 20 − x, K(x) = 4x + 28, höchstens 5 ME.Die flache Stelle liegt hinter der Grenze. c) pN(x) = 20 − x, K(x) = 4x + 28, x ≤ 5 E(x) = 20x − x², G(x) = −x² + 16x − 28 G'(x) = −2x + 16 = 0 ⇒ x = 8 > 5 Ränder: G(0) = −28, G(5) = 27 2456810−2020x fällt weg −28(5 | 27) 27 −28 c) Rand (5 | 27) Ein Maximum am Rand heißt Randmaximum. Randmaximum

b) Preis 10 GE je ME, , höchstens 20 ME. ist nie 0: keine flache Stelle. Der rechte Rand gewinnt mit .

c) , , höchstens 5 ME. Die flache Stelle liegt hinter der Grenze und fällt weg. Der Rand gewinnt mit .

Ein Maximum am Rand heißt Randmaximum.

Merken: Das Gewinnmaximum ist der größte Wert von G unter allen möglichen Mengen. Kandidaten sind die Hochpunkte und die Ränder.

Jetzt ihr
a) Polypol, Marktpreis 15 GE je ME, , höchstens 5 ME. Bestimmt die gewinnmaximale Menge und den maximalen Gewinn.
Lösung
; bei 0 und 4; , ; Ränder , ; gewinnmaximale Menge 4 ME, maximaler Gewinn 22 GE

1. Gewinnfunktion aufstellen und die möglichen Mengen notieren. 2. Notwendige Bedingung: . 3. Hinreichende Bedingung: zeigt einen Hochpunkt. 4. Ränder: an beiden Rändern berechnen. 5. Vergleich: Der größte Wert gewinnt. 6. Antwort: Menge in ME, Gewinn in GE.

Jetzt ihr
a) Monopol: , .
Lösung
, ; , ; ; ; Ränder , ; 6 ME, maximaler Gewinn 32 GE

b) Polypol: Marktpreis 36 GE je ME, , höchstens 10 ME. (Lösung: ; ergibt , oder ; Tiefpunkt, Hochpunkt; ; Ränder , ; 8 ME, maximaler Gewinn 44 GE)

c) Polypol: Marktpreis 30 GE je ME, , höchstens 6 ME. (Lösung: ; ergibt , oder ; 7 liegt über der Grenze; Tiefpunkt; Ränder , ; 6 ME, maximaler Gewinn 40 GE, ein Randmaximum)

Grenzerlös gleich Grenzkosten

Zurück zum Monopolisten mit und .

1246810102030xGE−1010x E K G H(4 | 9) G = E − K, also G' = E' − K'. G=E−K G=E−K ' ' ' G' = 0 heißt E' = K'. E' − 0 = K' E'(x) = 10 − 2x, K'(x) = 2: also 10 − 2x = 2, x = 4. E'(x) = 10 − 2x, K'(x) = 2 10 − 2x = 2 ⇒ x = 4 4 Bei 1 ME: E(1) = K(1) = 9. Gleich hoch: dieGewinnschwelle. E(1) = K(1) = 9 gleich hoch Bei 4 ME: E'(4) = K'(4) = 2. Gleich steil: der Abstandist am größten. E'(4) = K'(4) = 2 221 9

Aus folgt . Also heißt dasselbe wie . Mit und gibt wieder .

Bei 1 ME ist : gleich hoch, das ist die Gewinnschwelle. Bei 4 ME ist : gleich steil, dort ist der Abstand am größten.

Warum? Rechnen wir jede ME einzeln:

ME Erlös, Kosten Gewinn G(x) Warum? Die 4. ME bringt 21 → 24, also 3 GE; siekostet 2 GE: +1. 3. MEE: 16 → 21 5 2 +3 4. MEE: 21 → 24 3 2 +1 Die 5. ME bringt nur 1 GE und kostet 2 GE: −1.Darum ist bei 4 ME Schluss. 5. MEE: 24 → 25 1 2 −1 6. MEE: 25 → 24 −1 2 −3 8 9 8 5

Die 4. ME bringt GE und kostet 2 GE: . Die 5. ME bringt nur 1 GE und kostet 2 GE: . Darum ist bei 4 ME Schluss.

26810−2010xGE26810−10210xGE je ME Links von 4 liegt E' über K': G steigt. Rechts liegtE' darunter: G fällt. G E'K' 4 E' > K'G steigt E' < K'G fällt

Links von 4 liegt über : steigt. Rechts liegt darunter: fällt.

1 4 6 8 10 10 20 x GE E K E = K: gleich hoch E' = K': gleich steil

Merken: E = K, gleich hoch: Gewinnschwelle oder Gewinngrenze. E' = K', gleich steil: Kandidat für das Gewinnmaximum.

Polypol: Preis gleich Grenzkosten

Im Polypol bringt jede ME genau den Preis . Also ist , und aus wird .

xGE Im Polypol bringt jede ME genau den Preis p. E(x) = p · x 1p 1p 1p E'(x) = p Aus E' = K' wird also K'(x) = p: Preis gleichGrenzkosten. E'(x)= K'(x) p = K'(x) Preis gleich Grenzkosten

Zum Beispiel Preis 60 GE je ME und :

Preis 60, K(x) = x³ − 12x² + 60x + 98. 246810−100100xGET(0 | −98)H(8 | 158)G 246810306090xGE je ME pK' K'(x) = 3x² − 24x + 60 = 60 ⇒ 3x² − 24x = 0 ⇒ 3x(x −8) = 0 ⇒ x = 0 oder x = 8. K'(x) = 3x² − 24x + 60=60 3x² − 24x = 0 3x(x − 8) = 0 x = 0x = 8 0 8 Zwischen 0 und 8 liegt K' unter dem Preis: G steigt.Hinter 8 liegt K' darüber: G fällt. Bei 4 ME liegen Preis und Grenzkosten am weitestenauseinander: G steigt am schnellsten, aber G(4) = 30. größter Anstieg (4 | 30) Am größten ist G bei 8 ME, wo der Abstand 0 ist. größter Wert

Also oder : dieselben Kandidaten wie mit , der Tiefpunkt und der Hochpunkt .

Zwischen 0 und 8 liegt unter dem Preis: steigt. Hinter 8 liegt darüber: fällt. Bei 4 ME liegen Preis und Grenzkosten am weitesten auseinander. Dort steigt am schnellsten, aber . Am größten ist bei 8 ME, wo der Abstand 0 ist.

Monopol: Grenzerlös unter dem Preis

Der Monopolist mit pN(x) = 10 − x verkauft 4 ME zuje 6 GE: 24 GE. 6 6 6 6 4 · 6 = 24 Für die 5. ME senkt er den Preis auf 5 GE, für alle. 55555 5 · 5 = 25 +5 für die neue ME, −4 an den alten: nur +1. +5 −4 +1

Der Monopolist mit verkauft 4 ME zu je 6 GE: 24 GE. Für die 5. ME senkt er den Preis auf 5 GE, und zwar für alle: GE. Er bekommt für die neue ME und verliert 4 an den alten. Der Erlös wächst nur um 1 GE.

Darum liegt der Grenzerlös unter dem Preis: E'(x) =10 − 2x, pN(x) = 10 − x. 24568102510xGE je ME pNE' +15 E' = K': 10 − 2x = 2, x = 4, G(4) = 9. K' E' = K': 10 − 2x = 2 ⇒ x = 4, G(4) = 9 pN = K' wäre 10 − x = 2, x = 8, G(8) = −64 + 64 − 7 =−7. Verlust. pN = K': 10 − x = 2 ⇒ x = 8G(8) = −64 + 64 − 7 = −7 Verlust

Darum liegt der Grenzerlös unter dem Preis .

: , also und . Dagegen wäre : , also und . Das ist ein Verlust.

Merken: Grenzerlös gleich Grenzkosten gilt für jeden Betrieb. Preis gleich Grenzkosten gilt nur im Polypol, denn nur dort ist E'(x) = p.

Jetzt ihr
a) Ein Monopolist hat und . Bestimmt die gewinnmaximale Menge mit und den maximalen Gewinn.
Lösung
, , ergibt ; , ; Ränder , ; 4 ME, maximaler Gewinn GE

Stückgewinn und Gesamtgewinn

Stückkosten sind die Kosten je Stück: k(x) = K(x) :x. K(8) = 322 k(8) = 322 : 8 = 40,25 k(x) = K(x) : x Stückkosten Stückgewinn ist Preis minus Stückkosten: p − k(x). 6040,2519,75 Gewinn = Menge mal Stückgewinn: G(x) = x · (p −k(x)). G(x) = x · (p − k(x)) 8 ME8 · 19,75 = 158

Stückkosten sind die Kosten je Stück: . Beim Betrieb mit Preis 60 und ist . Der Stückgewinn ist Preis minus Stückkosten: . Der Gewinn ist Menge mal Stückgewinn:

Betriebsoptimum heißt: dort sind die Stückkostenam kleinsten, hier bei 7 ME mit k(7) = 39. 24678911396090xGE je ME pk Betriebsoptimum Dort ist der Stückgewinn am größten: 60 − 39 = 21.Ist dort auch der Gewinn am größten? 7 · 21 = 147 ? xk60 − kG Bei 8 ME ist das Rechteck flacher, aber breiter:158. Bei 9 ME: 145. 640,3319,67118 73921147 8 · 19,75 = 158 840,2519,75158 9 · 16,11 ≈ 145 943,8916,11145 Die 8. ME kostet K(8) − K(7) = 49 GE und bringt 60:sie lohnt sich. Die 9. kostet 73: sie lohnt sich nicht. 60 498. ME 739. ME

Im Betriebsoptimum sind die Stückkosten am kleinsten, hier bei 7 ME mit . Dort ist der Stückgewinn am größten: . Der Gewinn ist dort aber erst .

Bei 8 ME ist das Rechteck flacher, aber breiter: 158. Bei 9 ME sind es nur 145. Die 8. ME kostet GE und bringt 60: Sie lohnt sich. Die 9. kostet GE: Sie lohnt sich nicht.

Merken: Der Stückgewinn ist im Betriebsoptimum am größten. Der Gesamtgewinn wächst weiter, solange die nächste ME weniger kostet als der Preis.

Sinkt der Preis, schrumpft die Gewinnzone: Gewinnnur, wo die Preislinie über der k-Kurve liegt. 2471012396090xGE je ME k p Bei 39 GE berührt sie nur noch das Betriebsoptimum:G(7) = 0. Das ist die langfristige Preisuntergrenze. Preisuntergrenze G(7) = 7 · (39 − 39) = 0 darunter: kein Band

Sinkt der Marktpreis, schrumpft die Gewinnzone. Gewinn gibt es nur, wo die Preislinie über der -Kurve liegt. Bei 39 GE berührt sie nur noch das Betriebsoptimum: . Das ist die langfristige Preisuntergrenze.

Der Cournotsche Punkt

Mit der Menge wählt der Monopolist auch den Preis. xGE je ME pN 1 2 3 4 5 6 7 8 9 8 7 6 5 4 3 2 Der Punkt mit dem größten Gewinn heißtCournotscher Punkt C. −1010xG H(4 | 9) pC = pN(4) = 10 − 4 = 6. C(4 | 6). pC = pN(4) = 10 − 4 = 6 6 C(4 | 6) 4 ME zu 6 GE je ME, Gewinn 9 GE C liegt senkrecht über S(4 | 2), dem Schnitt vonGrenzerlös und Grenzkosten. E'K' S(4 | 2)

Mit der Menge wählt der Monopolist auch den Preis, denn zu jeder Menge gehört ein Preis auf der Nachfragegeraden. Der Punkt mit dem größten Gewinn heißt Cournotscher Punkt .

Also : Der Monopolist verkauft 4 ME zu 6 GE je ME, sein Gewinn ist 9 GE. liegt senkrecht über , dem Schnitt von Grenzerlös und Grenzkosten.

Jede Menge hat ihren Preis und ihren Gewinn. 246810510x xpN(x)G(x) 010−7 Höchstpreis 190 Gewinnschwelle 469 C 558 Erlösmaximum 730 Gewinngrenze 82−7 pN = K' Gewinn macht er zu Preisen zwischen 3 und 9 GE. Von C zum Erlösmaximum: Erlös +1, Kosten +2.Darum verkauft er weniger und teurer. +1 | +2 Von 4 auf 5 ME: Erlös 24 → 25 (+1), Kosten 15 → 17 (+2)

Jede Menge hat ihren Preis und ihren Gewinn. Gewinn macht er zu Preisen zwischen 3 und 9 GE. Vom Cournotschen Punkt zum Erlösmaximum steigt der Erlös um 1 GE, die Kosten steigen um 2 GE. Darum verkauft er weniger und teurer.

Dasselbe mit ertragsgesetzlichen Kosten: pN(x) =36 − 3x, K(x) = x³ − 3x² + 9x + 10. pN(x) = 36 − 3x, K(x) = x³ − 3x² + 9x + 10 36912102030xGE je ME pN 1 E(x) = 36x − 3x² G(x) = −x³ + 27x − 10, 0 ≤ x ≤ 12 2 G'(x) = −3x² + 27 = 0 ⇒ x = 3 3 G''(3) = −18 < 0, G(3) = −27 + 81 − 10 = 44 4 G(0) = −10, G(12) = −1414 5 pC = pN(3) = 36 − 9 = 27 x = −3 C(3 | 27) 6 C(3 | 27), maximaler Gewinn 44 GE Probe: E'(x) = 36 − 6x, K'(x) = 3x² − 6x + 9 36 − 6x = 3x² − 6x + 9 ⇒ 3x² = 27 ⇒ x = 3

Mit ertragsgesetzlichen Kosten geht es genauso: Bei und ist . Aus folgt , denn fällt weg. , , also .

12467810−20−1010xGE C(4 | 6) Gewinnzone Die Miete steigt: Fixkosten 12 statt 7 GE. −5 G'(x) = −2x + 8 bei beiden gleich Gewinnzone Fixkosten fallen beim Ableiten weg. G(x) = −x² + 8x − 12 ⇒ G'(x) = −2x + 8 Bei 16 GE berührt der Scheitel die Achse: keineGewinnzone. Bei 20 GE liegt er bei −4. KfxCpCG(xC)Gewinnzone 74691 < x < 7 124642 < x < 6 16460keine 2046−4keine Das Beste ist dann ein Verlust von 4 GE: dasMaximum ist der kleinste Verlust. (4 | −4)

Die Miete steigt: Fixkosten 12 statt 7 GE. Die Parabel rutscht um 5 nach unten, der Scheitel bleibt bei 4. Fixkosten fallen beim Ableiten weg. Bei 16 GE berührt der Scheitel die Achse, bei 20 GE liegt er bei . Das Beste ist dann ein Verlust von 4 GE: Das Maximum ist der kleinste Verlust.

Merken: Fixkosten ändern den Gewinn, aber nicht die gewinnmaximale Menge und nicht den Preis.

Jetzt ihr
a) Ein Monopolist hat und . Bestimmt den Cournotschen Punkt und den maximalen Gewinn.
Lösung
, ergibt , ; Ränder , ; , , maximaler Gewinn GE
1 G aufstellen, mögliche Mengen notieren 2 Notwendig: G'(x) = 0 bzw. E' = K' 3 Hinreichend: G''(x) < 0 Schema: das Schema Gewinnmaximum, dazu einSchritt. 4 Ränder: G an beiden Rändern 4 Ränder berechnen und vergleichen: xC 5 Vergleich: der größte Wert gewinnt 5 Cournot-Preis: pC = pN(xC) 6 Antwort: Menge in ME, Gewinn in GE 6 Antwort: C(xC | pC) und G(xC)

1. Erlös und Gewinn aufstellen, mögliche Mengen notieren. 2. Notwendige Bedingung: , gleichwertig . 3. Hinreichende Bedingung: . 4. Ränder berechnen und vergleichen: Das gibt . 5. Cournot-Preis: . 6. Antwort: und .

Jetzt ihr
a) , .
Lösung
, ; ; ; ; Ränder , ; ; , maximaler Gewinn 18 GE

b) , , höchstens 10 ME. (Lösung: ; ergibt , , fällt weg; ; ; Ränder , ; ; , maximaler Gewinn 40 GE)

c) , . (Lösung: ; ; ; Ränder , ; ; , maximaler Gewinn 10 GE)

Übersicht

Jede gesuchte Größe ist eine Bedingung an eine Funktion.

xppN 14710−109xG −7 H(4 | 9) C(4 | 6) Jede gesuchte Größe ist eine Bedingung. gesuchtBedingungWert Verlust bei 0 MEG(0) = −Kf−7 GE GewinnschwelleG(x) = 0, − nach +1 ME GewinngrenzeG(x) = 0, + nach −7 ME GewinnzoneG(x) > 01 < x < 7 gewinnmax. MengeE' = K', G'' < 0, Ränder4 ME maximaler GewinnG an dieser Menge9 GE Cournot-PreispC = pN(xC)6 GE/ME