[m3 IR 3 20:20] Kosten + Erlös
Eine Werkstatt näht T-Shirts.
Der Chef rechnet mit einer festen Zahl je Stück.
Zwanzig Stück mehr kosten immer gleich viel und bringen immer gleich viel ein, sagt er.
Die Buchhaltung misst zwei solche Schritte nach.
| Schritt | Kosten steigen um | Erlös (das Geld, das hereinkommt) steigt um |
|---|---|---|
| 20 auf 40 Stück | 132 € | 600 € |
| 80 auf 100 Stück | 636 € | −600 € |
Beide Schritte sind zwanzig Stück groß.
Keine der vier Zahlen passt zur festen Zahl des Chefs.
Die Buchhaltung schreibt die Kosten K(x) zu jeder Menge x auf.
| Menge | Kosten | Zuwachs |
|---|---|---|
| 0 Stück | 200 € | |
| 20 Stück | 356 € | 156 € |
| 40 Stück | 488 € | 132 € |
| 60 Stück | 692 € | 204 € |
| 80 Stück | 1064 € | 372 € |
| 100 Stück | 1700 € | 636 € |
Die dritte Spalte zeigt den Sprung von der Zeile darüber zu dieser Zeile.
Bei null Stück stehen schon 200 € da.
Diese 200 € heißen Fixkosten Kf.
Darin stecken die Miete und die Maschinen.
Die Zuwachsreihe hat zwei Teile.
Degressiv heißt: jedes weitere Stück kostet weniger als das davor.
Progressiv heißt: jedes weitere Stück kostet mehr als das davor.
| Teil | Zuwächse | Name | Grund in der Werkstatt |
|---|---|---|---|
| bis 40 Stück | 156 · 132 | degressiv | die Maschinen laufen immer voller |
| ab 40 Stück | 204 · 372 · 636 | progressiv | Überstunden kommen dazu |
Merken: Eine Kostenfunktion mit diesen zwei Teilen heißt ertragsgesetzliche Kostenfunktion.
Über jedem Zwanzigerschritt steht sein Zuwachs als Doppelpfeil.
Zu jeder Menge sollt ihr den Kostenwert ausrechnen können.
Die Reihe der Kosten lässt sich als Funktion K(x) schreiben.
Der höchste Exponent ist die 3.
Die Funktion hat Grad drei.
Probe bei 60 Stück:
Ergebnis:
Die 692 € stehen auch in der Kostenreihe in der Zeile für 60 Stück.
- a)
- b)
- c)
- d)
- e)
Merken: Die Kosten selbst werden in jeder Zeile größer. Ihr Zuwachs wird erst kleiner und dann größer.
Aus dem Vorkapitel kennt ihr die Nachfragefunktion des Marktes.
Dort geht ein Preis hinein, heraus kommt eine Menge.
Die Werkstatt plant mit Stückzahlen.
Um den Preis zu einer Menge zu bekommen, stellt ihr nach p um.
Umstellen nach p:
Ergebnis:
Bei 60 Stück am Tag bringt jedes Shirt 30 €.
Der Erlös E(x) ist das Geld, das für x Stück hereinkommt.
Der Erlös ist Preis mal Menge.
Bei 60 Stück sind das 1800 €.
Die Erlösfunktion aufstellen:
Ergebnis:
Ergebnis:
Die letzte Spalte zeigt wieder den Sprung von der Zeile darüber.
| Menge | Preis | Erlös | Zuwachs |
|---|---|---|---|
| 0 Stück | 60 € | 0 € | |
| 20 Stück | 50 € | 1000 € | 1000 € |
| 40 Stück | 40 € | 1600 € | 600 € |
| 60 Stück | 30 € | 1800 € | 200 € |
| 80 Stück | 20 € | 1600 € | −200 € |
| 100 Stück | 10 € | 1000 € | −600 € |
In jeder Zeile steht derselbe Schritt von zwanzig Stück.
Ab 60 Stück ist der Zuwachs negativ.
Mehr Verkauf bringt dann weniger Geld herein.
Die Erlöskurve steht über der Menge.
- a)
- b)
- c)
- d)
- e)
Merken: Der Erlöszuwachs wird in jedem Schritt kleiner und kippt ins Minus.
So kommt ihr von der Nachfrage zum Erlös:
- a)Die Nachfragefunktion x(p) nach p umstellen. Das gibt p(x).
- b)Den Erlös als p(x) mal x aufstellen und ausmultiplizieren.
- c)Die gesuchte Menge in E(x) und in K(x) einsetzen.
Der Chef wollte eine feste Zahl je Stück.
| Schritt | Kosten steigen um | Erlös steigt um |
|---|---|---|
| 20 auf 40 Stück | 132 € | 600 € |
| 80 auf 100 Stück | 636 € | −600 € |
Beide Schritte sind zwanzig Stück groß.
Sie liegen an verschiedenen Stellen der Menge.
Ein Minus in der Spalte heißt: der Erlös ist am Ende kleiner als vorher.
Die Zahl je Stück hängt von der Menge x ab.
Merken: Darum steht die Menge x in K(x) und in E(x).